{"id":9511,"date":"2021-02-26T10:16:31","date_gmt":"2021-02-26T10:16:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mup-group.com\/?p=9511"},"modified":"2021-02-26T10:16:31","modified_gmt":"2021-02-26T10:16:31","slug":"luftqualitaet-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/staging-mup-group-wordpress.rz.mup-digital.com\/en\/luftqualitaet-2020\/","title":{"rendered":"Der Bericht des Umweltbundesamtes zur Luftqualit\u00e4t 2020"},"content":{"rendered":"<h1><strong>Der Bericht des Umweltbundesamtes zur Luftqualit\u00e4t 2020<\/strong><\/h1>\n<p>In seinem Hintergrundpapier zum Thema Luft stellt das Umweltbundesamt die Ergebnisse der vorl\u00e4ufigen Auswertung der Luftqualit\u00e4t im Jahr 2020 in Deutschland vor. Grundlage der Auswertung sind die noch nicht abschlie\u00dfend gepr\u00fcften Daten aus den Luftmessnetzen der Bundesl\u00e4nder und des Umweltbundesamtes mit dem Stand vom 01. Februar 2021. Die abschlie\u00dfend qualit\u00e4tsgesicherten Ergebnisse stehen dann ab Mitte 2021 zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p><strong>Messung der Luftqualit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p>In Deutschland wird die Luftqualit\u00e4t an \u00fcber 600 Messtellen mehrfach am Tag auf die Belastungen durch die Luftschadstoffe Feinstaub, gemessen als PM<sub>10<\/sub>&#8211; und PM<sub>2,5<\/sub>-Fraktion, Stickstoffdioxid (NO<sub>2<\/sub>) und Ozon (O<sub>3<\/sub>) \u00fcberpr\u00fcft. In der Ver\u00f6ffentlichung werden die Messergebnisse den EU-Grenzwerten und den deutlich sch\u00e4rferen WHO-Empfehlungen gegen\u00fcbergestellt.<\/p>\n<p><strong>Ursachen f\u00fcr die Luftbelastungen<\/strong><\/p>\n<p>Als Ursachen f\u00fcr die Luftbelastungen werden vor allem der Stra\u00dfenverkehr und Verbrennungsprozesse in Industrie, Energiewirtschaft und Haushalten benannt. Bei der Feinstaubbelastung tr\u00e4gt auch die landwirtschaftlich bedingte Bildung sekund\u00e4rer Partikel durch chemische Reaktionen in der Luft zur Belastung bei.<\/p>\n<p><strong>Einflussfaktoren der Luftqualit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p>Wesentlichen Einfluss auf die H\u00f6he der Belastungen nimmt auch die Witterung. Bei kalter Witterung steigt die Luftbelastung z. B. durch vermehrtes Heizen aber auch durch Hochdruckwetterlagen, bei denen ein reduzierter Luftaustausch festzustellen ist. Sommerliche Hochdruckwetterlagen f\u00fchren hingegen zu erh\u00f6hten bodennahen Ozonbelastungen durch intensive Sonneneinstrahlung und hohe Temperaturen.<br \/>Hohe Windgeschwindigkeiten und die daraus resultierende gute Durchmischung in der Atmosph\u00e4re f\u00fchren zu verringerten Schadstoffbelastungen. Diese unterschiedlichen Witterungsbedingungen f\u00fchren zu Schwankungen in der Luftbelastung vor dem Hintergrund eher langfristiger Emissionsentwicklungen.<\/p>\n<p>Auch die Umgebungsbedingungen haben Einfluss auf die Luftqualit\u00e4t. Hier wird bei den Messstellen zwischen \u201el\u00e4ndlichen\u201c und \u201est\u00e4tischen\u201c sowie \u201est\u00e4dtisch verkehrsnahen\u201c Hintergr\u00fcnden unterschieden. Gebiete mit l\u00e4ndlichem Hintergrund stehen dabei f\u00fcr eine Luftqualit\u00e4t, die als weitgehend unbeeinflusst von lokalen Emissionen anzusehen ist. Bei einem st\u00e4dtischen Hintergrund entsprechen die Schadstoffbelastungen der typischen Luftbelastung in St\u00e4dten, die sich aus Emissionen der Stadt selbst (z. B. Stra\u00dfenverkehr, Heizungen, Industrie) und dem gro\u00dfr\u00e4umigen Hintergrund ergeben. Der st\u00e4dtisch verkehrsnahe Bereich befindet sich typischerweise an stark befahrenen Stra\u00dfen. Dadurch erh\u00f6ht sich die ohnehin vorhandene st\u00e4dtische Hintergrundbelastung um die Verkehrsemissionen.<\/p>\n<p><strong>Ergebnisse der Auswertung<\/strong><\/p>\n<p><u>Feinstaub (PM<sub>10<\/sub> \/ PM<sub>2,5<\/sub>)<\/u><\/p>\n<p>Der EU-Grenzwert f\u00fcr Feinstaub liegt f\u00fcr die Partikelfraktion &lt; 10 \u00b5m (PM<sub>10<\/sub>) als Jahresmittelwert bei 40 \u00b5g\/m\u00b3 f\u00fcr die PM<sub>2,5<\/sub>-Fraktion bei 25 \u00b5g\/m\u00b3.\u00a0 Diese Grenzwerte wurden in allen Betrachtungsbereichen auch in 2020 wie schon in den Vorjahren seit 2000 unterschritten.<\/p>\n<p>Unter Ber\u00fccksichtigung der deutlich sch\u00e4rferen WHO-Empfehlungen ist festzustellen, dass der Jahresmittelwert f\u00fcr die PM<sub>10<\/sub>-Fraktion (20 \u00b5g\/m\u00b3) erst seit dem Jahr 2019 auch f\u00fcr st\u00e4dtische verkehrsnahe R\u00e4ume unterschritten wurde w\u00e4hrend f\u00fcr l\u00e4ndliche und st\u00e4dtische R\u00e4ume diese Empfehlungen schon seit 2004 respektive seit 2012 eingehalten werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr die PM<sub>2,5<\/sub>-Fraktion liegt die WHO-Empfehlung im Jahresmittel bei 10 \u00b5\/m\u00b3. Dieser Wert wurde f\u00fcr alle drei R\u00e4ume in 2020 eingehalten, lag aber in den Vorjahren mit Ausnahme der l\u00e4ndlichen R\u00e4ume dar\u00fcber.<\/p>\n<p>Generell ist ein kontinuierlicher R\u00fcckgang bei den Staubbelastungen festzustellen.<\/p>\n<p><u>Stickstoffdioxid<\/u><\/p>\n<p>F\u00fcr Stickstoffdioxid liegen der EU-Grenzwert als auch die WHO-Empfehlung f\u00fcr das Jahresmittel bei 40 \u00b5g\/m\u00b3. Das UBA hat f\u00fcr 2020 an rund 400 Messtationen vorl\u00e4ufig festgestellt, dass nur bei 2 % der verkehrsnahen Stationen \u00dcberschreitungen des Grenzwertes festgestellt wurden. Im Allgemeinen ist aber eine Unterschreitung des Grenzwertes seit den letzten 5 Jahren auch bei den verkehrsnahen Bereichen feststellbar. Im l\u00e4ndlichen Bereich ohne signifikante Verkehrseinfl\u00fcsse lagen die Werte auf einem Niveau von 10 \u00b5g\/m\u00b3.<\/p>\n<p><u>Bodennahes Ozon<\/u><\/p>\n<p>Ozon wird in Deutschland an ca. 260 Stationen als 1-Stunden-Mittelwert gemessen. F\u00fcr Ozon gibt es eine Informationsschwelle von 180 \u00b5g\/m\u00b3, die Alarmschwelle ist bei 240 \u00b5g\/m\u00b3 jeweils als 1-Stunden-Mittelwert festgelegt. Der h\u00f6chste Messwert lag 2020 bei 235 \u00b5g\/m\u00b3 und somit deutlich unter dem Vorjahresmaximum von 314 \u00b5g\/m\u00b3. Derzeit liegt der Zielwert zum Schutz der menschlichen Gesundheit bei 120 \u00b5g\/m\u00b3 als 8-Stunden-Mittelwert, der maximal an 25 Tagen im 3-Jahresmittel auftreten darf. Langfristig soll dieser Wert gar nicht mehr \u00fcberschritten werden d\u00fcrfen. Die Empfehlungen der WHO sieht eine Unterschreitung von 100 \u00b5g\/m\u00b3 als 8-Stunden-Mittelwert vor.<\/p>\n<p>Im 3-Jahresmittel wurde der Zielwert von 120 \u00b5g\/m\u00b3 als 8-Stunden-Mittel in l\u00e4ndlichen R\u00e4umen bei mehr als 65 % der Messstellen in st\u00e4dtischen Bereichen nur an etwa 40 % der Messtellen \u00fcberschritten.<\/p>\n<p><strong>Luftqualit\u00e4t w\u00e4hrend des Fr\u00fchjahr-Lockdowns 2020<\/strong><\/p>\n<p>Wesentliche Einflussgr\u00f6\u00dfen auf die Luftqualit\u00e4t sind der Verkehr und die Produktion. Bedingt durch COVID 19 und die damit verbundenen Ma\u00dfnahmen zur Eind\u00e4mmung der Pandemie waren in KW 13 bis 16 die st\u00e4rksten Einschr\u00e4nkungen zu verzeichnen. Als Folge reduzierten sich die Verkehrszahlen in den unterschiedlichen Regionen Deutschlands zwischen 20 und 50 Prozent.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Stickstoffdioxid-Belastung ist der Verkehr neben der Energieerzeugung eine wesentliche Einflussgr\u00f6\u00dfe, beim Feinstaub macht er jedoch einen wesentlich geringeren Anteil an der Belastung aus.<\/p>\n<p>Entgegen der Erwartungen gab es auf den ersten Blick bei den Stickoxid-Messungen im Tagesmittel im Beobachtungszeitraum keine entsprechende Abnahme. Bei genauerer Betrachtung zeigte sich aber eine ver\u00e4nderte Verteilung \u00fcber den Tag mit hohen Belastungen morgens und abends, daf\u00fcr geringe am Nachmittag.<\/p>\n<p>Neben den technischen Einflussgr\u00f6\u00dfen werden in der Abhandlung auch die meteorologischen Einfl\u00fcsse untersucht. Nach der \u201eWetterbereinigung\u201c durch unterschiedliche Institute wie z.B. der Deutsche Wetterdienst (DWD) konnte festgestellt werden, dass die Lockdown-bedingten Einschr\u00e4nkungen im Fr\u00fchjahr 2020 zu vor\u00fcbergehenden, mittleren Reduktionen der NO<sub>2<\/sub>-Belastung um 20 bis 30 Prozent gef\u00fchrt haben. Dieser Effekt war aber nur f\u00fcr den vergleichsweise kurzen Zeitraum von ca. vier Wochen nachweisbar. F\u00fcr die zu betrachtenden Grenzwerte als NO<sub>2<\/sub>-Jahresmittelwerte hatte dies aber keinen signifikanten Einfluss.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend ist festzustellen, dass die Ma\u00dfnahmen im Fr\u00fchjahr 2020 zur Eind\u00e4mmung der Corona-Pandemie grunds\u00e4tzlich einen positiven Effekt auf die Luftqualit\u00e4t hatten. Die an verkehrsnahen Messstationen in St\u00e4dten gemessenen NO<sub>2<\/sub>-Konzentrationen sanken im Zeitraum des Lockdowns, der R\u00fcckgang wurde jedoch durch ung\u00fcnstige Ausbreitungsbedingungen gebremst. Wetterbereinigt wurden mittlere R\u00fcckg\u00e4nge im Bereich von 20\u201330 Prozent bestimmt. Aufgrund des kurzen Zeitraumes von ca. vier Wochen ist der Einfluss auf die Jahresmittelwerte und damit auf die langfristige Belastung durch NO<sub>2<\/sub> aber gering.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/publikationen\/luftqualitaet-2020\">Link zur Website des Umweltbundesamtes: UBA-Bericht Luftqualit\u00e4t 2020<\/a><\/p>\n<p>#mullundpartner #engineeringforabettertomorrow #news #luftqualitaet #covid19 #umweltbundesamt<\/p>\n<p><strong>Business areas<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"\/en\/umwelt-und-geotechnik\/\">Environmental and geotechnical engineering<\/a><br \/><a href=\"\/en\/bau-projektmanagement\/\">Construction and project management<\/a><br \/><a href=\"\/en\/erneuerbare-energien\/\">Renewable energies<\/a><br \/><a href=\"\/en\/immobilienentwicklung\/\">Property development<\/a><br \/><a href=\"\/en\/infrastruktur\/\"> Infrastructure<\/a><br \/><a href=\"\/en\/wasserwirtschaft\/\">Water management<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Companies<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/mullundpartner.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">M&amp;P Engineering Company<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/www.mup-muc.de\">M&amp;P Engineering Company Munich<\/a><br \/><a href=\"http:\/\/www.tucherundpartner.de\">T&amp;P Consulting Engineers<\/a><br \/><a href=\"http:\/\/www.prinzpartner.de\">P&amp;P Real Estate Consulting<\/a><br \/><a href=\"http:\/\/www.pbimmobilienmanagement.com\">P&amp;B Real Estate Management<br \/><\/a><a href=\"https:\/\/www.pm-mup.com\/\">P&amp;M Project Management<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/mup-ibl.com\/\">M&amp;P Environmental Technology<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><strong><span style=\"font-family: inherit;\">Contact us<\/span><\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><a href=\"https:\/\/www.mup-group.com\/kontakt\/\"><span style=\"font-family: inherit; font-weight: normal;\">Contact form<\/span><\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><strong><span style=\"font-family: inherit;\">\u00a0 Follow us<\/span><\/strong><\/span><span style=\"font-family: inherit; font-weight: normal; font-size: small;\"><strong><a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/mup_group\/\">\u00a0<\/a><\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: inherit; font-weight: normal; font-size: small;\"><strong><a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/mup_group\/\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-9440\" src=\"https:\/\/www.mup-group.com\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Insta-neg-292x300.png\" alt=\"\" width=\"19\" height=\"20\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/mullundpartnergruppe\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-9441 size-full\" src=\"https:\/\/staging-mup-group-wordpress.rz.mup-digital.com\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/FB-neg-e1613981531669.png\" alt=\"\" width=\"20\" height=\"20\" \/><\/a>\u00a0 <a href=\"https:\/\/de.linkedin.com\/company\/mup-group\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-9442 size-full\" src=\"https:\/\/staging-mup-group-wordpress.rz.mup-digital.com\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/LinkedIn-neg-e1613981589118.png\" alt=\"\" width=\"20\" height=\"20\" \/><\/a>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.xing.com\/pages\/m-pgroup\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-9444 size-full\" src=\"https:\/\/staging-mup-group-wordpress.rz.mup-digital.com\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/XING-neg-e1613981652329.png\" alt=\"\" width=\"20\" height=\"20\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/twitter.com\/MuP_Group\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-9443 size-full\" src=\"https:\/\/staging-mup-group-wordpress.rz.mup-digital.com\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Twitter-neg-e1613981691434.png\" alt=\"\" width=\"20\" height=\"20\" \/><\/a><\/strong><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a style=\"font-family: inherit;\" title=\"Imprint &amp; Data protection\" href=\"https:\/\/www.mup-group.com\/impressum\/?et_fb=1&amp;PageSpeed=off\" rel=\"noopener noreferrer\">Imprint &amp; Data protection<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Bericht des Umweltbundesamtes zur Luftqualit\u00e4t 2020 In seinem Hintergrundpapier zum Thema Luft stellt das Umweltbundesamt die Ergebnisse der vorl\u00e4ufigen Auswertung der Luftqualit\u00e4t im Jahr 2020 in Deutschland vor. 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